AK BioRegio

Regionale Innovationen gewinnen auf den German Biotech Days

Die BioRegionen Deutschlands haben mit dem jährlichen Innovationspreis drei besonders innovative, marktorientierte Life-Science-Ideen ausgezeichnet – mit dem Ziel, Technologietransfer, Umsetzungskraft und Sichtbarkeit zu stärken.

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Im Rahmen der German Biotech Days in Leipzig hat der Arbeitskreis der BioRegionen Deutschlands erneut seinen Innovationspreis vergeben. Seit fast zwei Jahrzehnten zeichnet der Preis biotechnologische Forschung mit klarer Anwendungsperspektive und wirtschaftlichem Potenzial aus.

Sechs Finalisten aus verschiedenen deutschen Biotech-Standorten waren in einer Vorauswahl aus den Bewerbern ausgewählt worden und präsentierten ihre Projekte vor Fachpublikum und Investoren. Eine unabhängige Jury kürte drei gleichrangige Gewinner, die jeweils mit 2.000 Euro prämiert wurden. Die Organisation lag in diesem Jahr beim InfectoGnostics Forschungscampus Jena und BioLago.

Von Bakterien bis Organoid-Modellsysteme

Ausgezeichnet wurde unter anderem ein Projekt von Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, das einen neuartigen Wirkstoff gegen ein Toxin von Staphylococcus aureus entwickelt. Statt Bakterien direkt zu bekämpfen, zielt der Ansatz auf die Neutralisierung eines zentralen Virulenzfaktors – ein Konzept, das im Kontext zunehmender Antibiotikaresistenzen (AMR) an Bedeutung gewinnt.

Ein weiterer Preis ging an ein Team der Goethe-Universität Frankfurt für einen neuen Ansatz in der Krebstherapie. Die sogenannten „SpliceTACs“ greifen in die RNA-Verarbeitung von Tumorzellen ein, indem sie gezielt ein bislang schwer adressierbares Protein abbauen. Die Jury hob hier insbesondere den innovativen Wirkmechanismus und das transformative Potenzial hervor.

Der dritte Preisträger kommt vom Universitätsklinikum Würzburg. Die Plattform „Vasc-on-Demand“ ermöglicht die standardisierte Herstellung vaskularisierter Gewebemodelle und soll realitätsnähere Tests in der Wirkstoffentwicklung und personalisierten Medizin erlauben.

Neben den Jury-Preisen wurde auch ein Publikumspreis vergeben. Dieser ging an ein Projekt der Technische Universität Dresden, das mit sogenannten „MakulaPatch“-Modellen neue Ansätze zur Behandlung degenerativer Augenerkrankungen verfolgt.

Arbeitskreis der BioRegionen

Die Bandbreite der ausgezeichneten Projekte – von Antiinfektiva über Onkologie bis hin zu Gewebemodellen – spiegele die thematische Vielfalt und Innovationsdynamik der deutschen Biotechnologie wider, so heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung. Gleichzeitig zeige der Wettbewerb, wie stark der Fokus auf translationale Ansätze liegt, die den Weg von der Forschung in die Anwendung gezielt adressieren.

Gemäß dem Ansatz der Bio(tech)regionen, die im Arbeitskreis 30 regionale Initiativen zur Förderung der wirtschaftlichen Nutzung moderner Biotechnologien bündeln. Ihr Netzwerk, der AK-BioRegio, zeichnet jährlich drei besonders innovative, marktorientierte Life-Science-Ideen mit dem Innovationspreis aus – mit dem Ziel, Technologietransfer, Umsetzungskraft und Sichtbarkeit zu stärken.

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